Was geben Haushalte in Deutschland für Lebensmittel aus?
335 Euro im Monat im Durchschnitt: Was aktuelle Destatis-Daten über unser Lebensmittelbudget zeigen – und warum dein eigener Kassenzettel noch mehr verrät.
14. August 2026 · 6 Min. Lesezeit · BonBert RedaktionWas geben Haushalte in Deutschland für Lebensmittel aus?
335 Euro im Monat – so viel gaben private Haushalte in Deutschland im Jahr 2023 durchschnittlich für Nahrungsmittel aus.
Das klingt zunächst nach einer einfachen Zahl. Doch hinter diesem Durchschnitt steckt eine interessante Frage:
Wofür geben wir unser Lebensmittelbudget eigentlich aus – und wie sieht das bei uns selbst aus?
Denn während Statistiken einen guten Vergleich ermöglichen, erzählt dein eigener Kassenzettel eine viel persönlichere Geschichte.
335 Euro pro Haushalt und Monat
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gaben private Haushalte in Deutschland 2023 durchschnittlich rund 335 Euro pro Monat für Nahrungsmittel aus.
Wichtig ist dabei: Die Zahl gilt pro Haushalt, nicht pro Person.
In diesem Durchschnitt stecken also ganz unterschiedliche Haushalte – vom Ein-Personen-Haushalt bis zur Großfamilie sowie Haushalte mit sehr unterschiedlichen Einkommen.
Die 335 Euro sind deshalb kein empfohlenes Lebensmittelbudget, sondern zunächst einmal ein statistischer Vergleichswert.
Wofür wird das Geld ausgegeben?
Besonders interessant wird die Statistik, wenn man sich anschaut, wie sich die Lebensmittelkosten zusammensetzen.
Von den durchschnittlichen Ausgaben für Nahrungsmittel entfielen:
- 22 % auf Fleisch und Wurst sowie Fisch und Meeresfrüchte
- 17 % auf Getreide und Getreideerzeugnisse wie Brot, Reis und Nudeln
- 17 % auf Milch, Molkereiprodukte und Eier
- 14 % auf Gemüse, Kartoffeln und ähnliche Produkte
- 9 % auf Obst und Nüsse
- 8 % auf Zucker und Süßwaren
Damit machen Fleisch, Wurst, Fisch und Meeresfrüchte den größten einzelnen Anteil der betrachteten Lebensmittelgruppen aus.
Getränke kommen noch dazu
Die 335 Euro umfassen nicht sämtliche Ausgaben rund um Essen und Trinken.
Für Getränke gaben Haushalte zusätzlich durchschnittlich rund 75 Euro im Monat aus.
Davon entfielen 55 % auf alkoholfreie und 45 % auf alkoholische Getränke.
Auch hier gilt: Es handelt sich um Durchschnittswerte über sehr unterschiedliche Haushalte.
Restaurant und Coffee-to-go sind nicht enthalten
Für die richtige Einordnung der Zahlen ist noch etwas wichtig:
Ausgaben in Restaurants, Cafés, Kantinen und ähnlichen Einrichtungen wurden bei diesen Lebensmittel- und Getränkeausgaben nicht berücksichtigt.
Wer häufig auswärts isst, Essen bestellt oder unterwegs Getränke kauft, kann deshalb deutlich höhere monatliche Gesamtausgaben für Ernährung haben.
Der Supermarkteinkauf ist also nur ein Teil des Gesamtbildes.
Aber was bedeutet der Durchschnitt für dich?
Genau hier wird es spannend.
Vielleicht gibst du 220 Euro im Monat für Lebensmittel aus.
Vielleicht 400 Euro.
Oder 700 Euro für eine Familie.
Alle drei Werte können vollkommen normal sein.
Haushaltsgröße, Ernährungsweise, Wohnort, bevorzugte Händler, Marken, Sonderangebote und Einkaufsgewohnheiten haben einen großen Einfluss auf das persönliche Budget.
Die eigentlich relevante Frage lautet deshalb nicht:
„Gebe ich mehr oder weniger als 335 Euro aus?“
Sondern:
„Wie entwickeln sich meine eigenen Ausgaben?“
Das Problem: Kaum jemand kennt seine tatsächlichen Einkaufskosten
Ein Einkauf bei REWE kostet 32,80 Euro.
Ein paar Tage später kommen 28,40 Euro beim Discounter dazu.
Dann noch ein kleiner Einkauf in der Drogerie, Getränke fürs Wochenende und vielleicht ein spontaner Einkauf auf dem Heimweg.
Jeder einzelne Betrag wirkt überschaubar.
Über einen Monat verteilt verlieren wir aber schnell den Überblick.
Genau deshalb reicht es oft nicht, nur auf den Kontostand zu schauen.
Ein Kassenzettel enthält viel mehr als nur den Gesamtbetrag
Auf einem Kassenzettel steht nicht nur:
32,80 €
Darauf steht im Grunde die gesamte Geschichte eines Einkaufs:
- Wo wurde eingekauft?
- Welche Produkte wurden gekauft?
- Wie viel haben sie gekostet?
- Welche Kategorien treiben die Ausgaben?
- Welche Produkte werden regelmäßig gekauft?
- Wie verändern sich Preise?
- Wo wurde dasselbe oder ein ähnliches Produkt bereits günstiger gekauft?
Aus einem einzelnen Kassenzettel lässt sich noch nicht viel ableiten.
Aus vielen Kassenzetteln entsteht dagegen ein persönliches Bild des eigenen Einkaufsverhaltens.
Genau hier setzt BonBert an
BonBert macht aus Kassenzetteln strukturierte Einkaufsdaten.
Du fotografierst einen Beleg oder lädst ihn hoch. BonBert verarbeitet Händler, Produkte, Preise und Kategorien und baut daraus Schritt für Schritt deine persönliche Einkaufshistorie auf.
Dadurch siehst du nicht nur einzelne Einkäufe, sondern Zusammenhänge.
Wie viel gebe ich aus?
In der Statistik kannst du deine Ausgaben nach Woche, Monat und Jahr betrachten.
Dabei wird sichtbar, welche Kategorien einen besonders großen Teil deines Budgets ausmachen und wie sich deine Ausgaben verändern.
Wo verändern sich meine Gewohnheiten?
Wenn die Lebensmittelausgaben steigen oder bestimmte Kategorien plötzlich mehr kosten, lässt sich das in einer strukturierten Einkaufshistorie wesentlich leichter erkennen als auf einzelnen Kassenzetteln.
Habe ich ein Produkt schon einmal günstiger gekauft?
BonBerts persönlicher Preisvergleich nutzt deine eigene Einkaufshistorie.
Wenn du ein Produkt bereits bei verschiedenen Händlern gekauft hast, können Preisunterschiede sichtbar werden.
Das ist etwas anderes als ein allgemeiner Prospektvergleich:
Es geht um Preise, die du tatsächlich bezahlt hast.
Durchschnitt gegen persönlichen Durchschnitt
Die Destatis-Zahl von 335 Euro ist deshalb ein hervorragender Ausgangspunkt.
Noch interessanter ist aber dein eigener Wert.
Angenommen, deine Lebensmittelkosten sehen über mehrere Monate so aus:
| Monat | Lebensmittel |
|---|---|
| Mai | 302 € |
| Juni | 315 € |
| Juli | 344 € |
| August | 371 € |
Dann ist nicht entscheidend, ob 371 Euro oberhalb des deutschlandweiten Durchschnitts liegen.
Viel spannender ist die Frage:
Warum sind deine persönlichen Ausgaben innerhalb weniger Monate gestiegen?
Vielleicht waren mehr Personen im Haushalt.
Vielleicht gab es einen größeren Vorratseinkauf.
Vielleicht kaufst du bestimmte Produkte häufiger.
Oder einige regelmäßig gekaufte Produkte sind teurer geworden.
Erst mit Kontext wird aus einer Zahl eine Information.
Und genau das ist die Idee hinter BonBert
Wir wollen dir nicht einfach sagen:
„Du hast diesen Monat 371 Euro ausgegeben.“
Das kann schließlich auch deine Banking-App.
BonBert soll dir helfen zu verstehen:
Wofür? Warum? Wie hat sich das verändert? Und was kannst du daraus für deinen nächsten Einkauf mitnehmen?
Der Kassenzettel ist deshalb für uns nicht das Ende eines Einkaufs.
Er ist der Anfang der Analyse.
Datenschutz gehört dabei zum Produkt
Einkaufsverhalten kann sehr persönlich sein.
Deshalb gehört Datenschutz bei BonBert nicht nur in die Datenschutzerklärung, sondern in die Produktidee selbst.
Unser Ziel ist, nur die Daten zu verarbeiten, die für die jeweiligen Funktionen benötigt werden, und Empfehlungen nachvollziehbar zu machen.
Denn deine Einkäufe gehören dir.
Fazit: 335 Euro sind interessant – deine eigenen Zahlen sind wertvoller
Private Haushalte in Deutschland gaben 2023 durchschnittlich rund 335 Euro im Monat für Nahrungsmittel aus.
Diese Zahl hilft dabei, die eigenen Ausgaben grob einzuordnen.
Sie sagt aber nicht, was für deinen Haushalt richtig oder falsch ist.
Viel wertvoller ist es, den eigenen Durchschnitt zu kennen, Veränderungen zu erkennen und zu verstehen, welche Einkäufe tatsächlich hinter den monatlichen Kosten stecken.
Und dafür lohnt sich ein Blick auf etwas, das nach dem Einkauf normalerweise sehr schnell im Papierkorb landet:
den Kassenzettel.
Quellen und Datenbasis
Statistisches Bundesamt (Destatis), Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023: „Gut ein Fünftel der Nahrungsmittelausgaben entfallen auf Fleisch und Fisch“, veröffentlicht am 16. Juni 2026.
Die dargestellten Werte sind statistische Durchschnittswerte und keine Budget- oder Sparvorgaben.
Hinweis zu den Abbildungen: Für diesen Beitrag verwendete Illustrationen und Visualisierungen wurden teilweise mithilfe generativer KI erstellt und entsprechend gekennzeichnet.